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Hausautomatisierung mit dem Raspberry Pi

 Hausautomatisierung

Warum soll man neben den vielen proprietär Lösungen gerade einen Raspberry Pi für sein Hausautomatisierungsprojekt verwenden? Die Antwort ist klar: Mit dem Raspberry Pi integriert man ein komplett offenes System, welches man flexibel erweitern und an Wünschen und Bedürfnissen anpassen kann.

Ein Raspberry Pi herstellerunabhängig, das bedeutet, dass man sich nicht nur Komponenten von einem bestimmten Hersteller kaufen muss, und damit an dessen Preise, Produkte und Existenz gebunden ist, sondern dass man alle möglichen Hersteller beliebig kombinieren kann. Die Herstellerliste für Raspberry-Pi-Zubehör ist mittlerweile sehr lang.

Zudem ist die RasPi Hardware im Vergleich sehr günstig, ein komplett startklarer und ausgestatteter Raspberry Pi Model B+ ist für unter 90€ zu bekommen. Mit den von vielen Anbietern vor konfigurierten Raspberry Pi Starter-Kits bildet man eine solide und stabile Grundlage für jedes Heimautomatisierungsprojekt.

Ein Nachteil bei der mit dem RasPi gewonnenen Flexibilität ist der fehlende Komfort bei der Konfiguration einer Automatisierungslösung. Bleibt man bei einem bestimmten Hersteller, ist es oft sehr viel einfacher die entsprechende Geräte zu konfigurieren, zu verwalten und miteinander zu verbinden. Dafür stoßen fertige Lösungen aber auch schneller ihre Grenzen und man muss oft Kompromisse eingehen. Kein fertiges System wird allen Anforderungen möglichst benutzerfreundlich gerecht werden, da eine Übersichtliche und einfache Benutzeroberfläche sowie der Verkauf der eigenen Produkte im Vordergrund steht.

Leider kommt man auch ein Raspberry Pi nicht ohne zusätzliche Hardware aus, da er z.B. ohne WiFi ausgeliefert wird. Zusätzliche im standard Lieferumfang fehlende Hardwarekomponenten sind aber kein Problem, diese sind schnell beschafft und einfach einzurichten, kosten aber Geld. Mit allen zusätzlichen Schnittstellen und Hardware ist ein Raspberry Pi manchmal sogar teurer als manche fertige Steuerzentrale direkt vom Hersteller. Dafür kann aber auch alles selbst verwaltet, erweitert und konfiguriert werden. Ein kommerzielles Produkt wird oftmals nach kurzer Zeit nicht mehr weiterentwickelt oder eingestellt, das kommt gerade bei den heute üblichen schnellen Entwicklungszyklen häufig vor. Ein plötzliches verschwinden und die Einstellung der großen Community-Unterstützung ist beim Raspberry Pi ehr nicht zu erwarten.

Natürlich kann man einen Rasperry Pi neben Steuerungs- und Automatisierungsaufgaben auch für andere Projekte nutzen. So kann man sich, neben der Zentrale für die Hausautomatisierung, spielend leicht einen Medienserver, Fileserver oder Musikbox konfigurieren.

Ich arbeite bereits seit einigen Monaten erfolgreich mit einem Raspberry Pi Model B und sind mit dem Stromverbrauch und der Zuverlässigkeit in sehr Maße zufrieden.

Stromverbrauch

Da ein Hausautomatisierungs-System natürlich 24/7 durchläuft (24 Stunden, 7 Tage in der Woche), spielt der Stromverbrauch natürlich eine zentrale Rolle. Laut Hersteller verbraucht ein Modell B max. 4 Watt. Pro Tag wären das also 96Wh, was ungefähr 35 kWh im Jahr sind. Rechnet man nun mit 0,25 Euro pro kWh, kommt man auf Stromkosten von zirka 8,75 Euro im Jahr. Beim Raspberry Pi Model B+ wurde der Stromverbrauch zwischen 0,5 – 1,0 Watt verringert was die Stromkosten noch weiter senken kann.

 

 

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