Die IP-Adresse eures Raspberry Pi zu kennen ist wichtig, um per SSH auf ihn zuzugreifen oder Dienste im Netzwerk zu erreichen. Hier zeige ich euch alle Methoden – direkt auf dem Pi und vom PC aus.
Methode 1: Direkt auf dem Raspberry Pi
Wenn ihr am Pi eingeloggt seid (Terminal oder SSH), zeigt dieser Befehl alle IP-Adressen an:
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hostname -I |
Für detailliertere Informationen:
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ip addr show |
Die WLAN-IP findet ihr unter wlan0, die LAN-IP unter eth0.
Methode 2: Hostname .local (ohne IP-Suche)
Raspberry Pi OS unterstützt mDNS (Avahi) – ihr könnt den Pi direkt über seinen Hostnamen ansprechen, ohne die IP zu kennen:
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ssh benutzername@raspberrypi.local |
Den Hostnamen könnt ihr mit hostname abfragen oder in raspi-config ändern.
Methode 3: Im Router nachschauen
Die einfachste Methode: In der Benutzeroberfläche eures Routers (meist unter 192.168.1.1 oder 192.168.0.1) seht ihr alle verbundenen Geräte mit ihren IP-Adressen. Sucht nach dem Gerät mit dem Namen raspberrypi.
Methode 4: Netzwerk-Scan mit nmap
Vom PC aus könnt ihr das Netzwerk nach dem Pi scannen. Installiert nmap (Windows/Mac/Linux) und führt aus:
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nmap -sn 192.168.1.0/24 |
Ersetzt 192.168.1.0/24 durch euer Subnetz. Der Raspberry Pi erscheint mit seinem Hostnamen in der Liste.
Methode 5: Raspberry Pi Imager – IP anzeigen
Ab Raspberry Pi OS Bookworm zeigt der Pi nach dem ersten Boot seine IP-Adresse kurz auf dem Bildschirm an (sofern ein Monitor angeschlossen ist).
Statische IP-Adresse vergeben
Damit der Pi immer dieselbe IP hat, empfiehlt sich eine statische IP – entweder über den Router (DHCP-Reservierung nach MAC-Adresse, empfohlen) oder direkt auf dem Pi:
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sudo nmcli con mod "Verbindungsname" ipv4.addresses 192.168.1.100/24 sudo nmcli con mod "Verbindungsname" ipv4.gateway 192.168.1.1 sudo nmcli con mod "Verbindungsname" ipv4.dns "8.8.8.8" sudo nmcli con mod "Verbindungsname" ipv4.method manual sudo nmcli con up "Verbindungsname" |
Den Verbindungsnamen findet ihr mit: nmcli con show
