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Raspberry Pi Sound Karten für die High Quality Audio Ausgabe

Der Raspberry Pi ermöglicht von Haus aus Soundwiedergabe in schlechter bzw. passabler Qualität über einen 3,5-mm-Klinkenstecker und in guter Qualität über den auf dem Board vorhandenen HDMI-Anschluss. Wer seinen Raspberry Pi als Musik Jukebox, als Media Center oder für sonstige Projekte einsetzt und eine hochwertige Audiowiedergabe möchte die nicht durch knacken und rauschen gestört wird, sollte einen Blick auf die hier vorgestellten Soundkarten werfen. Ich stelle euch zwei Karten für den direkten Anschluss an die GPIO Ports des Raspberry Pi vor, die beiden unterscheiden sich nicht in der Ausgabequalität aber zum Thema Kompatibilität und Inbetriebnahme gibt es einiges zu beachten.

Wolfson Pi Audio Card für den Raspberry Pi

raspberry-pi-wolfson-card Die Wolfson Karte kommt mit analogen und digitalen Anschlüssen zur Audioausgabe und wird direkt auf den GPIO Port des Raspberry Pi gesteckt. Die Karte ermöglicht die Wiedergabe von Audio Dateien mit bis zu 192 KHz/24 Bit.
  • 3,5 mm Stereo Eingang via Klinke zum Anschluss von externen Gerät, wie Beispielsweise MP3 Player oder Smartphones
  • 3,5mm Stereo Ausgang via Klinke um den Raspberry Pi mit Verstärkern oder aktiven Lautsprechern zu verbinden
  • Cinch Buchse für S/PDIF Stereo Ausgang
  • Cinch Buchse für S/PDIF Stereo Eingang
  • 2 Mikrofone on Board
  • Headset Anschluss für Mikrofon&Kopfhörer Kombinationen wie Beispielsweise das Apple iPhone Headset
  • Endstufe mit geringem Stromverbrauch on Board
  • Direktanschluss von passiven Lautsprechern mit max. 1,4W pro Kanal möglich, hierfür ist eine externe 5V Stromversorgung mit mindestens 2000mA notwenig

Pro
– Kein Löten erforderlich, einfache Montage (P5 darf keine Stiftleisten haben)
– Es gibt ein passendes Gehäuse
– Umfangreiche Anschlussmöglichkeiten

Contra
– Läuft nicht mit dem standard Raspbian Image (Gepatchter Kernel notwendig)
– Schlechte Kompatibilität
– Nur Kompatibel zum Modell B

Kostet: ~40€ – Bei Amazon bestellbar

 

Hifiberry Soundmodul (RB-Hifiberry) für den Raspberry Pi

raspberry-pi-hifiberry Die Hifiberry Karte gibt es in zwei Versionen, eine digitale Variante mit einem S/PDIF und einem Toslink Anschluss und eine analoge Variante mit zwei Cinch Anschlüssen. Eine “do it your selfe” Variante für freunde des Lötkolbens ist ebenfalls zu haben. Die Karte wird ebenfalls auf den GPIO Port des Raspberry Pi gesteckt und ermöglicht die Wiedergabe von hoch qualitativen von Audio Dateien mit bis zu 192 KHz/24 Bit.
  • Stromversorgung via Raspberry Pi
  • Eigene Ultra-low-Noise-Spannungsaufbereitung gegen Störungen
  • Ausgabe über Cinch-Buchsen oder optisch via S/PDIF, eine 3,5-mm-Klinkenbuchse kann nachgerüstet werden (Löten erforderlich)
  • Erfordert einen Raspberry Pi mit  P5-Anschluss,  8-­pin-Anschluss muss auf dem Raspberry Pi nachgerüstet werden

Pro
– Kein angepasster Kernel notwendig, läuft out of the box
– In zwei Varianten vorhanden digital mit optischem S/PDIF und Cinch Output oder Analog mit Cinch
– Gibt es auch für das Raspberry Pi Modell B+ (Version DAC+ ohne Löten)

Contra
– Es muss gelötet werden (Beim RasPi Modell B, die Stiftleisten am P5 Header)
– Es gibt kein passendes Case
– Kein Input vorhanden

Kostet: ab 30€ – Bei Amazon bestellbar

 

 Fazit

Ich konnte keinen klaren Sieger ausmachen, beide Karten liefern eine qualitativ hochwertige Audio Ausgabe für Anspruchsvolle Audio-Genießer und Anwendungen wie z.B. für VoIP, Internetradio, XBMC und Medienstreaming oder digitale Audioverarbeitung. Die Wahl der Karte ist somit vom persönlichen Vorhaben abhängig, wer viele Anschlüsse benötigt und sich nicht an einem angepassten Kernel bzw. Image von der Wolfson Seite stört kann zur Wolfson Karte greifen. Alternativ bietet die Hifiberry Karte für das Modell B mit einigen kleinen Lötarbeiten auch eine gute Lösung. Wer allerdings eine Karte für das Raspberry Pi Modell B+ benötigt muss auf die mit wenigen Anschlüssen bestückte Hifiberry zurückgreifen, dafür allerdings in der DAC+ Version ohne Lötarbeiten. Als günstige Alternative gibt es auch noch USB Soundkarten welche mit dem Raspberry Pi funktionieren, diese sollte aber kompatibel sein so wie z.B. die Logilink USB-Soundkarte.

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Über raspberry.tips

Ein Kommentar

  1. Hallo,
    habe nach ca. 10 Tagen dank dieser Anleitung und etwas probieren meinen derzeit aktuellen Huawei-Internetstick E3531s-2 von Tchibo, mit Paßwort, unter Raspbian Jessie auf Raspberry Pi 2 B zum Laufen bekommen. Wenn Interesse an der wvdial.conf besteht, kann ich diese nachreichen.
    Danke
    Lothar

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