Raspberry Pi Einsteiger Guide – DynDNS einrichten – Teil 5

Damit ihr euren Raspberry Pi auch von unterwegs über das Internet erreichen könnt, braucht ihr eine feste Adresse. Das Problem: Die meisten Internetanschlüsse haben eine dynamische IP-Adresse, die sich regelmäßig ändert. Mit einem DynDNS-Dienst bekommt der Pi trotzdem immer dieselbe Adresse.

Wie DynDNS funktioniert

Ein DynDNS-Dienst stellt euch einen Hostnamen zur Verfügung, z.B. meinpi.duckdns.org. Ein kleines Programm auf dem Pi prüft regelmäßig die aktuelle öffentliche IP-Adresse und aktualisiert den DNS-Eintrag automatisch. So zeigt der Hostname immer auf euren Pi – egal wie oft die IP wechselt.

DynDNS-Anbieter im Vergleich

Anbieter Kosten Subdomains Empfehlung
DuckDNS Kostenlos 5 (*.duckdns.org) ⭐⭐⭐⭐⭐ Empfohlen
No-IP Kostenlos (mit Einschränkungen) 3 ⭐⭐⭐
Cloudflare Kostenlos (eigene Domain nötig) Unbegrenzt ⭐⭐⭐⭐⭐ (Profis)
DynDNS.com Kostenpflichtig ⭐⭐

Methode 1: DuckDNS einrichten (empfohlen)

DuckDNS ist kostenlos, erfordert keine Kreditkarte und ist sehr einfach einzurichten.

1. Account erstellen und Subdomain anlegen

  1. Öffnet duckdns.org und meldet euch mit Google, GitHub oder Reddit an
  2. Gebt einen Subdomain-Namen ein, z.B. meinpi → ihr bekommt meinpi.duckdns.org
  3. Klickt auf add domain
  4. Notiert euch euren Token (erscheint oben auf der Seite)

2. Update-Script auf dem Pi einrichten

Folgendes einfügen (Token und Subdomain anpassen):

Script ausführbar machen und testen:

Wenn OK erscheint, funktioniert die Verbindung.

3. Automatisches Update per Cron einrichten

Folgende Zeile hinzufügen (Aktualisierung alle 5 Minuten):

Methode 2: ddclient (universell)

Wer verschiedene Anbieter unterstützen möchte oder No-IP nutzt, kann ddclient verwenden:

Die Konfigurationsdatei liegt unter /etc/ddclient.conf. Beispiel für DuckDNS:

Dienst starten und aktivieren:

Testen

Nach der Einrichtung könnt ihr testen, ob der Hostname korrekt aufgelöst wird:

Die zurückgegebene IP-Adresse sollte eurer aktuellen öffentlichen IP entsprechen (prüfen via ifconfig.me).

Weiter in Teil 6

Im nächsten Teil richten wir Port Forwarding im Router ein, damit eingehende Verbindungen auf den Raspberry Pi weitergeleitet werden.

Teil 6: Port Forwarding einrichten

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