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Raspberry Pi Einsteiger Guide – Port Forwarding – Teil 6

Der Einsatz eines Routers hat zur Folge, dass die Rechner dahinter nicht direkt aus dem Internet heraus angesprochen werden können, was unter anderem einen Schutz vor „Angriffen“ aus dem Internet bietet. Daher muss am Router eine Portweiterleitung (oder „Port Forwarding“) eingerichtet werden. Mit einer Port Weiterleitung bestimmt man als welcher Dienst (Port) aus dem Internet an einen bestimmten Rechner weitergeleitet wird.

Portweiterleitung einrichten

Um einen Dienst (Port) des Raspberry Pi vom Internet erreichbar zu machen müssen wir zwei Schritte durchführen:

  1. Portweiterleitung am Router einrichten
  2. Eine statische IP-Adresse für den Raspberry Pi vergeben

Das Vorgehen zum Einrichten einer Portweiterleitung hängt natürlich von eurem Router ab, ich beschreibe hier das Vorgehen für eine FritzBox, für viele Geräte gibt es Anleitungen im Netz.

  • Browser öffnen und die IP des Routers in die Adresszeile eingeben 192.168.178.1 oder
  • Im Menü auf “Internet > Freigaben > Portfreigaben”

In diesem Beispiel erlaube ich es aus dem Internet den Port 21 (SSH Dienst) an den Port 21 meines Raspberry Pi weiterzuleiten, eine Tabelle mit oft verwendeten Diensten / Ports findet ihr unten.

RasPi-Portfreigabe-FritzBox

Das Netzwerk des Raspberry Pi ist im Standard auf DHCP eingestellt,das heist dem Raspberry Pi wird spätestens 24 Stunden eine neue IP-Adresse vom Router zugeteilt. Um nich bei jeder Änderung der RasPi IP-Adresse die Regel für die Weiterleitung aktualisieren zu müssen ist es sinvoll dem RasPi eine feste IP-Adresse zu vergeben. (Die FritzBox bietet die Möglichkeit einen “Hostnamen” auszuwählen und reagiert damit auf Änderungen der internen IP-Adresse des RasPi. Viele Router unterstützen das nicht und es  muss eine feste IP-Adresse eingetragen werden.)

Um eurem Raspberry Pi eine statische IP-Adresse zu vergeben muss die Datei /etc/network/interfaces editiert werden

In der Datei findet Ihr folgende Zeile die bestimmt das eure Netzwerkkarte mit DHCP konfiguriert ist (Kabel-Netz)
Diese müssen wir wie in diesem Beispiel anpassen, die Einstellungen müssen natürlich zu eurem Netz passen. Die “address” ist die spätere IP-Adresse, die “netzmask” die Subnetzmaske (fast immer 255.255.255.0) und der “gateway” die IP-Adresse eures Routers.

Um vom Raspberry Pi Internet Adressen wie www.google.de erreichen zu können müssen wir noch DNS-Server in die /etc/resolv.conf eintragen, in meinem Fall übernimmt die FritzBox die Verwaltung, daher trage ich die IP-Adresse der Fritzbox ein. Als alternativen Nameserver, falls die FritBox mal Zicken macht verwende ich die 8.8.8.8 (einer von Google).

Übliche Dienste (Ports)

  • Port 21 für FTP (falls ihr FTP nutzen wollt)
  • Port 22 für SSH (Für SSH via Putty)
  • Port 80 für HTTP (falls ihr einen Webserver betreibt)
  • Ports 443 für HTTPs (SSL gesicherter Zugang zum Webserver)
  • Port 5901 für VNC (falls ihr euren RasPi über das Internet fernsteuern wollt)
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4 Kommentare

  1. Hier passt was nicht (Port 21).
    Bitte korrigieren!

  2. Hy, ich habe soweit alles wie beschrieben umgesetzt..
    lediglich verwende ich wlan und habe deswegen bei iface wlan0 inet.. statt iface eth0 inet .. die änderungen angepasst.
    dyndns sowie portweiterleitung habe ich auch angepasst..
    wenn ich nun über meinen putty von einem anderen netz auf mein pi zugreifen möchte erhalte ich lediglich folgende fehlermeldung: network error: Connection timed out

    dannach habe ich testweise mal mein pi angepingt.. er antwortet auch..
    im putty event log sehe ich auch das er sich mit der ip auf port 22 connectet anschließend aber die oben genannte fehlermeldugn wirft..

    hat jemand eine idee was ich falsch gemacht haben könnte?

    grüße

  3. Habe das gleiche Problem wie Jonas. Kann keiner helfen oder wie?

    thx

  4. Hallo zusammen,

    geht es nicht auch so, dass man der Fritzbox mitteilt, dass der Pi (in der Netzwerkgerätedefinition) immer dieselbe IPv4-Adresse bekommen soll und sich dann die Umstellung auf statische IP auf dem Pi sparen kann?

    Spricht da etwas gegen?

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