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Raspberry Pi – FritzBox NAS – USB-Disk mounten

Wer sein Raspberry Pi als Media Center mit OpenELEC nutzt kann natürlich seine Festplatte oder USB-Sticks mit Medien wie Filme und Musik direkt an den Raspberry pi anschließen und dann über Kodi wiedergeben. Der Vorteil ist das es keiner größeren Einrichtung bedarf, allerdings muss der RasPi wenn man auch von anderen Geräten auf die Inhalte zugreifen möchte ständig laufen und es muss unter Umständen extra eine weitere Media Server Software mit UPnP Untersützung eingerichtet werden.

Da ich eine Fritzbox 7490 als Internet Router habe, die sowieso den ganten Tag am Strom hängt, kann auch diese die Aufgabe übernehmen und Medien Daten via Universal Plug and Play oder via Dateifreigabe als Network Attached Storage (NAS) an meine Geräte verteilen. Das Top-Modell 7490 hat neben einem NAS-Server einen integrierten Media Server und ermöglicht es, Musik, Bilder oder Videos, die an der FRITZ!Box zur Verfügung stehen, über das Heimnetz abzuspielen, dazu müssen die Abspielgerät in das Heimnetz eingebunden sein und den Standard UPnP unterstützen. Als Festplatte verwende ich eine Toshiba 1TB USB 3.0 Festplatte ohne eigene Stromversorgung.

In diesem Tutorial zeige ich euch wie ihr auf eine an einer FritzBox angeschlossenen USB-Festplatte (Fritz NAS) vom Raspberry Pi zugreifen könnt.

Fritz NAS einrichten und am Raspberry Pi Mounten

Als erstes müsst ihr eure externe USB-Festplatte mit dem USB Port der FritzBox verbinden, vorher hatte ich meine Festplatte am Rechner mit dem Dateisystem NTFS frisch formatiert und meine Medien Daten darauf kopiert.

fritz-box-usb

Danach könnt ihr die Einstellungen eurer FritzBox von einem Rechner im Heimnetz aufrufen, das erledigen wir via Browser. Erreichbar ist die Fritzbox in der Standard Konfiguration via

  • oder via
  • Die Konfiguration für den NAS bzw Media Server findet ihr unter Heimnetz

fritz-box-nas-aktivieren

Dort aktiviert ihr die NAS Funktion und gebt durch anhaken die USB-Festplatte für das Heimnetz frei. Unten habe ich noch einen Namen für die Freigabe eingestellt, bei mir ist das einfach nur “fritzbox”.

fritz-box-nas-freigabe

Dann habe ich unter “System” > “Fritz!Box Benutzer” einen neuen Benutzer erstellt um via Raspberry Pi überhaupt zugreifen zu dürfen, achtet darauf das ihr die richtige Festplatte freigebt. Bei mir habe ich noch unter “System” > Fritz!Box Benutzer” unter dem Tab “Anmeldung im Heimnetz” die Option “Anmeldung mit FRITZ!Box-Benutzernamen und Kennwort” aktiviert, achtet darauf das vorher einen zweiten Benutzer existiert der alles darf um euch nicht auszusperren.

raspberry-pi-fritzbox-zugreifen-3

Um die Netzwerfreigabe nun an unserem Raspberry Pi verwenden zu können meldet ihr euch via SSH am RasPi an, wir erstellen ein Verzeichnis unter /media worunter die Netzwerkfreigabe dann zugreifbar ist. Ich nenne diesen Ordner “fritzbox-usb”. Falls ihr kein Raspbian verwendet müsst ihr unter Umständen vorher noch die CIFS Utils installieren (sudo apt-get install cifs-utils). Eine Anleitung zum Verbinden unter Windows findet ihr hier.

Dauerhaftes Mounten am Raspberry Pi (OpenELEC)

Voraussetzung um den Mount an eurem OpenELEC dauerhaft einzurichten ist eine aktivierte SSH Verbindung, SSH könnt ihr in den Einstellungen über die Kodi Oberfläche von OpenELEC aktivieren. Login mit dem Benutzer root und dem passwort openelec

Zum Mounten von CIFS Freigaben im Netzwerk verwendet openelec eine Autostart Datei unter /storage/.config/

Diese erstellen wir mit dem Editor nano und legen noch das Verzeichnis, in welches gemoutet wird, an.

Die Datei erhält einen einfachen Mount Befehl der bei jedem Start von OpenELEC ausgeführt wird. Das “Toshiba-ExternalUSB3-0-01” im Pfad und ggf. die IP-Adresse müsst ihr mit dem Namen eurer Festplatte aus dem Fritbox Webinterface (Heimnetz > Speicher (NAS) ) ersetzen. Natürlich ebenso den Benutzername und das Passwort eures FritzBox Benutzers.

Gespeichert wird die Konfiguration mit STRG+X, Y und ENTER. Als letztes machen wir die Autostart noch ausführbar.

Nach dem nächsten Neustart ist das Fritz NAS über den Menüpunkt “Root Dateisystem” unter “/storage/media” über die Kodi Oberfläche zugreifbar. Nach dem hinzufügen zu euren Libraries kann wie gewohnt darauf zugegriffen werden.

Dauerhaftes Mounten am Raspberry Pi (Raspbian)

Als erstes müssen wir eine Credentials Datei anlegen in welcher Benutzer und Passwort für den Zugriff auf das FritzBox NAS gespeichert sind. Diese erstellen wir mit nano.

Dann tragen wir den Benutzer und das Passwort ein, diesen haben wir vorher auf der FritzBox angelegt. Speichern mit STRG+X, Y und ENTER.

Um die Freigabe dauerhaft mit unserem Raspberry Pi verwenden zu können tragen wir mit dem Editor Nano die Festplatte in die fstab ein um die die Netzwerkfreigabe nach jedem Reboot unseres RasPi automatisch wieder zu verbinden.

Folgenden Eintrag fügen wir für das automatische Verbinden (Mounten) zur fstab Datei am Ende hinzu, achtet darauf das zwischen den Einträgen einer Zeile ein “Tabulator” sitzt. Das “Toshiba-ExternalUSB3-0-01” und ggf. die IP-Adresse müsst ihr mit dem Namen eurer Festplatte aus dem Fritbox Webinterface (Heimnetz > Speicher (NAS) ) ersetzen.

raspberry-pi-fritzbox-zugreifen-2

Nach einem Reboot via sudo reboot könnt ihr über das angelegte Verzeichnis “/media/fritzbox-usb” auf eure Dateien vom Raspberry Pi zugreifen.

Einmalig mounten am Raspberry Pi (Raspbian & OpenELEC)

Um einmalig die Freigabe mit eurem Raspberry Pi zu verbinden könnt ihr folgenden Befehl verwenden, auch hier muss der Name eurer Festplatte sowie Benutzer und Passwort natürlich angepasst werden. Falls ihr nicht die Standardkonfiguration der FritzBox verwendet natürlich auch noch die IP-Adresse. Danach könnt ihr via /media/fritzbox-usb auf das NAS zugreifen.

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13 Kommentare

  1. Hi,

    habe meine externe USB Festplatte auch an der FritzBox hängen, habe die Medien dann per SMB über OpenELEC bzw. Kodi eingebunden. Hat wunderbar geklappt. Ist das das gleiche oder gibts da noch Unterschiede?

    Grüße,

    Andy

  2. Vielen Dank für die Anleitung. Hat alles so geklappt.

    Nun habe ich die täglichen Sicherungen meines ccu-historian auf den Fritz-Stick ausgelagert.

  3. hmm, ich bekomme ein permission denied. Gibt bestimmt wieder tausend Möglichkeiten, woran das liegen könnte.
    Kann mir vielleicht jemant welche nenne ;-)

    DANKE VIELMALS !!

  4. Ich habe mich nach der Anleitung gehalten, aber es funktioniert leider nicht. Unter media ist der Ordner zu sehen, aber ich kann keinen Ordner oder Datei dort anlegen. Folgende Meldung erscheint: Fehler beim Erstellen des Ordners: keine Berechtigung.

    Wie wird nun die Fritzbox bei der 7490 geschrieben: Fritz!Box, fritz.box oder fritzbox!

    Hoffe auf positive Antworten

  5. Das einmalige Mounten hat funktioniert, aber nicht das dauerhafte. Ich habe es mehrmals überprüft. Klappt leider nicht. Gibt es eine Idee woran es liegen könnte? Das einmalige Mounte klappt ja.

  6. Hallo, habe versucht meine usb fritznas zu Mounten. Dass geht leider nicht.
    Habe raspian jessy.img. und die Fritzbox 7272.
    Bin direkt nach Anleitung: Dauerhaftes Mounten am Raspberry Pi (Raspbian) vorgegangen.
    Funktioniert aber leider nicht. Brauche Hilfe

    Danke gruß

    Sven

  7. Hallo. Ich habe das nach der Anleitung durchgeführt. Auf dem Raspberry bekomme ich immer die Fehlermeldungen
    “Retrying with upper case share name
    mount error(6): No such device or address
    Refer to the mount.cifs(8) manual page (e.g. man mount.cifs)”

    In einer Linux VM auf meinem PC und auf dem PC direkt funktioniert das einwandfrei.

    Hat jemand eine Idee?

    Gruß
    Fastman

  8. Die korrekte Adresse der Fritzbox lautet neuerdings (mit Fritz OS 6.50) fritz.nas!

    Z.B. //192.168.178.1/fritz.nas/Toshiba-ExternalUSB3-0-01

  9. Nach langem hin und her klappt es bei mir mit:

    //192.168.178.1/fritz.nas/My Harddisk /media/fritzbox-usb cifs credentials=/home/pi/.smbcredentials,uid=1000,gid=1000,sec=ntlmv2,_netdev 0 0

    in der fstab. Man beachte den geänderten Parameter am Ende der Zeile. Zudem habe ich in der raspi-config angegeben auf das Netzwerk beim booten zu warten (sudo raspi-config bei Punkt 4 Ok bestätigen) Ohne diese Konfiguration wird das Laufwerk der Fritzbox bei mir nicht gemountet. Ein herzlichen Dankeschön an den Ersteller der Anleitung und an Chr1Bu vom deutschen raspberrypi Forum für die Hilfestellung bei der Problemlösung.

  10. Mit dem folgendem Kommando kann man den Sharename auslesen: sudo smbclient -N -L //192.168.178.1/fritz.nas/

    Output wäre, z.B. (hier BDISK):
    Domain=[BDISK] OS=[Unix] Server=[Samba 3.0.37]

    Sharename Type Comment
    ——— —- ——-
    BDISK Disk
    IPC$ IPC IPC Service (FRITZ!Box)

    Dann statt //192.168.178.1/fritzbox/Toshiba-ExternalUSB3-0-01 mit

    //192.168.178.1/fritzbox/Sharename probieren.

  11. Hiho,

    Coole Anleitung, da die externe HDD aber nicht gerade flott mit NTFS an der Fritzbox ist, würde ich euch noch raten das Dateisystem auf ext 3/4 bei der 7490 zu formatieren (ältere Boxen können nur bis ext2 7270 z.b.) und siehe da, man kann dann Geschwindigkeiten an die 10mb\s+ im Netzwerke über die Fritzbox 7490 erreichen. ;) Probierts aus.

    Grüße,

  12. Die Anleitung ist super, allerdings hatte ich das Problem das ich meine NAS nur einmalig mounten konnte.
    Jetzt bin drauf gekommen das ich den Befehl für die fstab nur aus der Anleitung kopiert hab und das im Nano mit dem Tabs als Leerzeichen übernommen wurde. Nachdem ich die Leerzeichen entfernt hab und die Tabs eingefügt hab gibs.
    Vlt sollte man das als Hinweis beachten…

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